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Theaterverein Wetter zeigt
Arthur Millers Hexenjagd

Vorverkauf ab heute bei Bücherklause Ruhl in Wetter, Tel. 06423-1880

Am 26. März wird sie in Wetter lebendig, die dramatische Geschichte einer historischen Hexenhysterie, die sich 1692 in Salem im heutigen Massachusetts abgespielt hat.
Besonders gespannt sein dürfen die Zuschauer auf Marie Bruns, die Abiturientin aus Bauerbach, die in der weiblichen Hauptrolle der Abigail Williams ihre ganze Bühnenerfahrung von der Musical Company der Tanzschule StepIn zeigen kann.
Es ist die Rolle eines stürmisch aber unglücklich verliebten Mädchens, die den verheirateten Bauern John Proctor, gespielt von Oliver Batz, um alles in der Welt für sich haben will. Abigail zettelt mit ihren Freundinnen einen verbotenen Zaubertanz im Wald an, werden erwischt und vor Schreck fallen 2 Mädchen in eine tiefe Ohnmacht. Pfarrer und Doktor sind ratlos und so werden die Mädchen bedrängt, Namen zu nennen von den Anstiftern dieses Teufelswerks.
Marie Bruns wirkt als unsterblich verliebte Abigail in jeder Szene überaus natürlich; voll praller Leidenschaft, wenn sie ihren Liebsten John Proctor (Oliver Batz) anhimmelt, ihn mit Küssen überfällt, ihn wütend anschreit, als er ihre Affäre beendet, mit Tränen in den Augen in seine Arme sinkt; Furcht einflößend, wenn sie drohend ihre Freundinnen zum Schweigen bringt; und wunderbar entrückt im Wahn, wenn sie einen teuflischen Anfall mimt. Ihre Stimme und ihr Augenaufschlag sind nicht minder imposant.
Oliver Batz in der männlichen Hauptrolle als reumütiger Ehebrecher John Proctor hat es nicht leicht, den Verlockungen der leidenschaftlichen Schönheit zu widerstehen. Man nimmt es ihm ab, dass er nur aus moralischen Gründen dieser großen Liebe entsagt und dass er ein beeindruckender Kämpfer für seine Überzeugung ist, besonders als er sein Leben riskiert, um seiner der Hexerei beschuldigten Frau das Leben zu retten.
André Mettken bekommt als geschätzter Inquisitor John Hale mit dem Ausdruck von Gelehrtheit, Überlegtheit und Absolution einen großen Auftritt. Alles hält den Atem an, wenn er bei der ohnmächtigen Pfarrerstochter Betty zur Teufelsaustreibung ansetzt und man möchte als Zuschauer fast dazwischen gehen, wenn er ein-

 

fühlsam und bedrohlich zugleich die der Hexerei beschuldigte Sklavin Tituba (gespielt von Sandra Erkel) zum Geständnis drängt. Sandra Erkel verkörpert die Rolle der Schwachen der Gesellschaft, deren liebevolle Hilfsbereitschaft ausgenutzt wird und sie zum bequemen Bauernopfer wird. An ihr wird deutlich, wie schnell man damals der Hexerei beschuldigt werden konnte, die Hinrichtung vor Augen selbst andere beschuldigen musste, um sein eigenes Leben zu retten. Sandra Erkel spielt das Opfer der Hysterie mitreißend überzeugend, der Inquisition rettungslos ausgeliefert, um ihr Leben winselnd, in die Enge getrieben, bis sie ganz unten ist, wo sie nichts mehr zu verlieren hat.

Regisseur Jürgen-Helmut Keuchel erweckt mit Arthur Millers Hexenjagd ein dunkles Stück amerikanischer und auch europäischer Geschichte eindrucksvoll zum Leben.

Infos, Probenfotos, historische Hintergründe unter www.kaiserinwetter.de